Handelsspanne-Rechner
Berechnen Sie Handelsspanne, Kalkulationsaufschlag und Kalkulationsfaktor – oder ermitteln Sie den Verkaufspreis, der Ihre Wunschspanne erreicht.
- Aktualisiert am 1. November 2026
- Werte 2026 · amtliche Rechengrößen
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Handelsspanne
40,00 %
Rohertrag 40,00 € je Stück · Aufschlag 66,67 %
| Einkaufspreis netto | 60,00 € |
|---|---|
| + Rohertrag | 40,00 € |
| Verkaufspreis netto | 100,00 € |
| + 19 % Umsatzsteuer | 19,00 € |
| Verkaufspreis brutto | 119,00 € |
| Handelsspanne = Rohertrag ÷ VK | 40,00 % |
| Aufschlag = Rohertrag ÷ EK | 66,67 % |
| Kalkulationsfaktor = VK ÷ EK | 1,667 |
Handelsspanne und Aufschlag sind nicht dasselbe: 25 % Aufschlag ergeben nur 20 % Spanne. Umrechnung: Spanne = Aufschlag ÷ (100 + Aufschlag) × 100. Rohertrag ist noch nicht Gewinn – Miete, Personal und Gemeinkosten müssen daraus gedeckt werden.
Handelsspanne, Aufschlag und Faktor
Im Handel wird der Unterschied zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis – der Rohertrag – auf zwei Arten in Prozent ausgedrückt. Die Verwechslung ist einer der häufigsten Kalkulationsfehler:
- Handelsspanne (Marge): Rohertrag im Verhältnis zum Verkaufspreis. Sie zeigt, welcher Anteil jedes eingenommenen Euros als Rohertrag bleibt.
- Kalkulationsaufschlag: Rohertrag im Verhältnis zum Einkaufspreis. Damit kalkulieren Händler den Verkaufspreis „von unten“.
- Kalkulationsfaktor: Verkaufspreis ÷ Einkaufspreis. Ein Faktor von 2 bedeutet 100 % Aufschlag und 50 % Spanne.
Alle drei Größen werden in der Regel mit Nettopreisen berechnet, also ohne Umsatzsteuer.
Umrechnungstabelle Spanne ↔ Aufschlag
Formeln: Aufschlag = Spanne ÷ (100 − Spanne) × 100 und Spanne = Aufschlag ÷ (100 + Aufschlag) × 100.
Beispiel aus der Praxis
Ein Einzelhändler kauft ein Produkt für 60 € netto ein und verkauft es für 100 € netto (119 € brutto). Der Rohertrag beträgt 40 €.
- Handelsspanne: 40 ÷ 100 = 40 %
- Aufschlag: 40 ÷ 60 = 66,67 %
- Kalkulationsfaktor: 100 ÷ 60 = 1,667
Will der Händler stattdessen eine Spanne von 50 % erreichen, muss er für 120 € netto verkaufen – also 100 % aufschlagen, nicht 50 %.
Tipps für die Preiskalkulation
- Gemeinkosten decken: Aus dem Rohertrag müssen Miete, Personal, Versand, Zahlungsgebühren und Marketing bezahlt werden. Kennen Sie Ihren Gemeinkostenanteil am Umsatz, kennen Sie Ihre Mindestspanne.
- Rabatte und Skonto einrechnen: Kundenrabatte und Skonto verringern die tatsächliche Spanne.
- Brutto vs. netto: Endkundenpreise sind brutto. Rechnen Sie die Mehrwertsteuer heraus, bevor Sie die Spanne ermitteln – bei Lebensmitteln mit 7 %, sonst meist mit 19 %.
- Branchenvergleich: Typische Spannen unterscheiden sich stark – im Lebensmittelhandel sind sie deutlich niedriger als bei Mode oder Schmuck.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Handelsspanne und Aufschlag?
Wie berechne ich den Verkaufspreis aus der Handelsspanne?
Ist die Handelsspanne dasselbe wie der Gewinn?
Rechnet man die Handelsspanne mit Brutto- oder Nettopreisen?
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft am 1. November 2026 von der Redaktion. Alle Berechnungen sind unverbindlich und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. So rechnen wir.