Skonto-Rechner
Berechnen Sie, wie viel Sie mit Skonto sparen und welchem Jahreszins der Verzicht darauf entspricht – inklusive Vergleich mit Ihrem Kontokorrentkredit.
- Aktualisiert am 1. November 2026
- Werte 2026 · amtliche Rechengrößen
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Zahlbetrag mit Skonto
1.166,20 €
bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen · Sie sparen 23,80 €
| Rechnungsbetrag | 1.190,00 € |
|---|---|
| − Skonto 2,00 % | − 23,80 € |
| Zahlbetrag bis Tag 10 | 1.166,20 € |
| Zahlbetrag ohne Skonto bis Tag 30 | 1.190,00 € |
| Kreditzinsen für 20 Tage bei 10,00 % | 6,48 € |
| Vorteil Skonto gegenüber Kredit | 17,32 € |
Skonto ziehen lohnt sich: Der Lieferantenkredit kostet umgerechnet 36,73 % pro Jahr – mehr als Ihr Kontokorrentkredit mit 10,00 %. Selbst mit Überziehung des Kontos sparen Sie 17,32 €.
Formel: Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz) × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist). Skonto mindert auch die Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer anteilig.
Was ist Skonto?
Skonto ist ein Preisnachlass für schnelle Zahlung. Auf der Rechnung steht zum Beispiel: „Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 2 % Skonto, innerhalb von 30 Tagen netto.“ Wer innerhalb der Skontofrist zahlt, darf den Skontobetrag abziehen; wer bis zum Zahlungsziel wartet, zahlt den vollen Betrag.
Skonto ist kein gesetzlicher Anspruch – es muss vereinbart sein, meist in den Zahlungsbedingungen oder AGB. Wird nach Ablauf der Skontofrist trotzdem gekürzt, kann der Lieferant den Differenzbetrag nachfordern.
Effektiver Jahreszins: Formel
Wer auf Skonto verzichtet, nimmt faktisch einen Kredit beim Lieferanten auf – für die Tage zwischen Skontofrist und Zahlungsziel. Dessen Kosten zeigt der effektive Jahreszins:
Effektiver Zins = Skontosatz ÷ (100 − Skontosatz) × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist)
Beispiel 2/10, netto 30: 2 ÷ 98 × 360 ÷ 20 = 36,73 %. In der Praxis wird oft die Faustformel Skontosatz × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist) verwendet; sie unterschätzt den Zins leicht, weil sie den Skonto auf den vollen Rechnungsbetrag bezieht.
Typische Skontokonditionen im Vergleich
| Skonto / Frist | Zahlungsziel | Ersparnis je 1.000 € | Effektiver Jahreszins |
|---|---|---|---|
| 1 % / 8 Tage | 30 Tage | 10,00 € | 16,53 % |
| 2 % / 10 Tage | 30 Tage | 20,00 € | 36,73 % |
| 2 % / 14 Tage | 30 Tage | 20,00 € | 45,92 % |
| 3 % / 10 Tage | 30 Tage | 30,00 € | 55,67 % |
| 2 % / 10 Tage | 60 Tage | 20,00 € | 14,69 % |
| 3 % / 14 Tage | 60 Tage | 30,00 € | 24,20 % |
Selbst 1 % Skonto entspricht noch einem zweistelligen Jahreszins. Daher gilt die Faustregel: Skonto immer ziehen, wenn die Liquidität es erlaubt – notfalls sogar mit dem Kontokorrentkredit.
Skonto in Buchhaltung und Umsatzsteuer
Skonto mindert nachträglich das Entgelt. Beim Käufer wird deshalb auch die Vorsteuer anteilig gekürzt, beim Verkäufer die Umsatzsteuer (§ 17 UStG). Bei einer Rechnung über 1.190 € brutto und 2 % Skonto sinkt der Zahlbetrag um 23,80 €; davon entfallen 3,80 € auf die Umsatzsteuer und 20 € auf den Nettopreis.
Für den Verkäufer ist Skonto ein Instrument zur Liquiditätssteuerung: Er erhält sein Geld früher und senkt das Ausfallrisiko. Wer Skonto anbietet, sollte den Nachlass in die Preiskalkulation einrechnen – siehe Handelsspanne-Rechner.
Häufige Fragen
Wie berechne ich Skonto?
Wird Skonto vom Brutto- oder Nettobetrag abgezogen?
Lohnt es sich, für Skonto einen Kredit aufzunehmen?
Ist die Skontofrist ab Rechnungsdatum oder Rechnungseingang?
Darf ich Skonto bei Teilzahlungen abziehen?
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft am 1. November 2026 von der Redaktion. Alle Berechnungen sind unverbindlich und ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung. So rechnen wir.